Ich habe das Buch allen dreien vorgelesen, und alle haben interessiert zugehört- bzw. geschaut, denn das Buch lebt durch die Bilder.
Die Geschichte holt einen direkt ab: Juri, der sich plötzlich in einem absoluten Chaos wiederfindet – das komplette Dinoskelett im Museum ist eingestürzt! Und alles nur, weil der kleine Wellensittich des Garderobiers seinen gewohnten Abendflug angetreten hat … Der Moment, wenn etwas passiert, was eigentlich nicht passieren durfte, kennt sicher jeder – und genau diese Emotionen fängt das Buch unglaublich gut ein.
Man kann so mit Juri mitfühlen, wie er vor diesem riesengroßen Schlamassel steht und gar nicht weiß, wo er anfangen soll. Doch dann: Einmal tief durchatmen, sich Hilfe holen und merken, dass man nicht allein ist. Dass andere vielleicht keine perfekte Lösung haben, aber es sich zusammen schon viel weniger aussichtslos anfühlt. Und dass es am Ende sogar noch besser werden kann als vorher – weil man seine eigene Aufmunterungsgeschichte hat, die man irgendwann weitergeben kann.
Das Buch lebt durch seine filigranen, unglaublich detailreichen Illustrationen. Es fängt nicht nur Juris Gefühle, sondern auch die ganze Museumswelt so lebendig ein, dass man direkt das Bild vor Augen hat: ein gigantisches Dinosaurierskelett, das in sich zusammenfällt. Eine Szene, die man sich irgendwie sofort vorstellen kann, oder?
Neben der wunderschönen Gestaltung ist die Botschaft einfach toll: Ja, Katastrophen passieren. Sie fühlen sich riesengroß an. Aber es gibt immer eine Lösung – vor allem, wenn man sie nicht allein sucht. Ein Buch, das Kindern (und ehrlich gesagt auch uns Erwachsenen) zeigt, dass Aufrappeln genauso wichtig ist wie das Hinfallen.
Rezensionsexemplar