Aber auch unabhängig davon, ist es eine herzerwärmende Geschichte über Freundschaft, Offenheit und viele verschiedene Kinder.
Mina ist fünf Jahre alt, ein Vorschulkind, und gerade mit ihrer Familie umgezogen. Ihr Kuscheltier Hugo, ihr Skateboard und ihr rosa Rock sind mitgekommen – aber ihre alten Freunde nicht. In ihrem neuen Kindergarten kennt sie noch niemanden, doch Mina wäre nicht Mina, wenn sie sich dafür nicht einen Plan zurechtlegen würde: Jeden Tag in dieser Woche verabredet sie sich mit einem anderen Kind aus ihrer neuen Kita, um herauszufinden, mit wem sie am besten befreundet sein möchte.
So erlebt sie spannende Nachmittage – sie klettert mit Lorenz in ein Baumhaus auf einem Bauernhof, besucht das Raketenzimmer von Valentin, lernt das trubelige Leben mit viel Besuch in der kleinen Wohnung von Elif kennen, verbringt Zeit mit Olivia und ihrer spanischsprechenden Oma und trifft sich auch mit Noah, Lotta, die sogar ein Zimmer bei Mama und eins bei ihrem Papa hat, und Mathias. Am Sonntag ist sie dann bei den Zwillingen Merle und Melian im höchsten Haus der Stadt. Am Ende der Woche fragen ihre Eltern sie, mit wem sie nun befreundet sein möchte – und Mina stellt fest, dass sie irgendwie alle mag, auch wenn sie so unterschiedlich sind. Und dann sagt ihre Mama einen Satz, über den Mina (und durch eine Fragestellung im Buch auch eure Kids) erstmal nachdenken muss: „In jedem leuchtet eine Sonne.“
Gerade weil Mina ein Vorschulkind ist, kann sich ein breites Altersspektrum mit ihr identifizieren – vom Kindergartenkind, das vor einem Wechsel steht, bis hin zu Schulkindern, die vielleicht neu in eine Klasse kommen. Das Buch vermittelt auf ganz warmherzige Weise, dass Freundschaft nicht bedeutet, sich für eine Person zu entscheiden, sondern dass es gerade die Unterschiede sind, die das Miteinander so besonders machen. Und dass zusammen spielen sowieso am schönsten ist!
Rezensionsexemplar