Letzte Woche habe ich es mit einem meiner Zwillingsmädchen gelesen, und es hat sofort Eindruck hinterlassen. So sehr, dass sie sich direkt neben ihrem Bett ihr eigenes Schlafnest gebaut hat – ganz nach Milous Vorbild. Und das Beste: Geschlafen hat sie darin wunderbar.
Die Geschichte beginnt mit einem Blick durch ein Fenster in der Stadt. Man kann erahnen, wie nach einem Tag – in der Schule, nach der Arbeit, im Kindergarten oder auch zuhause Ruhe einkehrt und Menschen ihren Tag ausklingen lassen. Und schließlich landen wir bei Milou und der Mama, die sich gerade auf dem Sofa entspannt hat, als plötzlich die Tür wieder aufgeht (na, wer kennt es? 😉). Milou kann nicht schlafen. Doch woran liegt es?
Mama schlägt vor ein Nest, wie bei den Orang-Utans zu bauen und hilft danach noch beim Herausfinden, woran es liegen kann, dass es heute mit dem Einschlafen nicht klappen will. Es ist zu still, aber wie genau kann man es ändern? Vielleicht ein Hörbuch, eine offene Tür oder vielleicht etwas ganz anderes wie ein Lavendelkissen wie bei Luca? Aber eigentlich ist es ganz einfach – Milou braucht ein bisschen mehr Licht gegen die Dunkelheit und eine extra Kuscheleinheit.
Was mir an der Geschichte besonders gefällt, ist diese liebevolle Selbstverständlichkeit, mit der Mama Milou hilft, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen. Kein großes Drama, keine langen Diskussionen – sondern ein kleines Gespräch, ein bisschen Verständnis und eine schnelle Lösung. Genau das, was Kinder manchmal brauchen, um sich wieder sicher und geborgen zu fühlen.
Dazu sind die Illustrationen einfach wunderschön – warm, beruhigend und voller kleiner Details. Und die Länge der Geschichte ist perfekt für eine entspannte Gute-Nacht-Routine. Bei uns jedenfalls wird Mein kleines Schlafnest bestimmt noch viele Abende vorgelesen werden. ?
Rezensionsexemplar